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Erkrankungen der Nieren sind im fortgeschrittenen Alter sehr häufig. Über 50% der über 10 Jahre alten Katzen besitzen subklinische Nierenerkrankungen.

Die Diagnose -chronische Niereninsuffizienz- wird leider sehr oft zu spät gestellt. Die Nieren sind oft in einem weit fortgeschrittenen Stadiumgeschädigt, die Überlebenszeit ist nur mehr kurz.
In unserer Tätigkeit als praktizierende Tierärzte erleben wir täglich die gleichen Schicksalsmomente.
Der schnurrende Stubentiger, der zum Lebenspartner für alle Familienmitglieder geworden ist, kommt in die Jahre und niemand dachte an eine Vorsorgeuntersuchung. “Ja gibt es denn so etwas überhaupt”, denken sich viele. Letztendlich begann die Katze abzumagern, trank vielleicht etwas mehr, “aber es hat ja immer geheissen, das sollten Katzen ohnedies”, bekommen wir täglich zu hören. Aber gerade diese Symptome deuten auf eine bedrohliche Niereninsuffizenz hin. Und keiner der Katzenliebhaber denkt sofort an eine bedrohliche Krankheit. Sehr oft ist es dann schon zu spät. Die chronische Niereninsuffizienz (Nierenschwäche) hat bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, bei dem erst jetzt für den Katzenliebhaber Symptome zu erkennen sind.
Katzen und Hunde mit einer noch nicht erkennbaren Niereninsuffizienz benötigen eine möglichst frühzeitige Diagnose, um eine langfristig gute Prognose zu sichern.

Durch den Fortschritt der Veterinärmedizin besteht heute die Möglichkeit schon sehr frühzeitig Auffälligkeiten seitens der Nieren zu erfassen.

Prävention ist in der heutigen Zeit zu einer wichtigen Aufgabe in der Medizin geworden.
Präventivmedizin dient der Erhaltung der Gesundheit durch Verhütung und Früherkennung von Krankheiten. Sie hat aber auch das Ziel, der Verschlimmerung bestehender Leiden vorzubeugen. Dies hat vor allem im Bereich der Nierenerkrankungen eine besonderer Bedeutung.


Eines der Hauptziele besteht darin, das vorhandene funktionsfähige Nierengewebe so lange wie möglich zu erhalten und vor weiteren Schädigungen zu schützen. Voraussetzung hiefür ist aber die frühe Diagnosestellung.
Ein strategisch richtiges Vorgehen bei der Diagnosestellung ist notwendig um ein individuelles ”Präventionsprogramm” zu erstellen. Eine frühe Diagnose ist jedoch nicht immer einfach. Die Symptome sind für den Tierbesitzer oft nicht sofort zu erkennen oder werden anfänglich fehlgedeutet.
Es liegt an uns Tierärzten durch ein engmaschiges Screeningnetz und mit Hilfe von Spezialuntersuchungen, diese verborgenen Nierenerkrankungen zu diagnostizieren.
Die Aufklärung und Information des betroffenen Tierbesitzers ist aber genauso wichtig, wie das fundierte Wissen über Diagnosemöglichkeiten.

Mag.med.vet. Kurt Frühwirth


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Letzte Änderung: 15.02.10
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