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An einer
Schilddrüsenüberfunktion leiden meist Katzen, die älter
als acht Jahre sind. Worauf sollte man achten:
Frißt die
Katze deutlich mehr als früher?
Stürzt sie
sich heißhungrig auf Nahrung, die sie normalerweise
verschmäht? Stiehlt sie vom Tisch?
Magert sie trotz
ihres enormen Futterkonsums ab?
Wird ihr Fell
stumpf und struppig?
Trinkt die Katze
auffällig mehr als früher?
Ist der Stubentiger
nervös und reizbar?
Hechelt das Tier
oft und wirkt es nach kleinen Anstrengungen erschöpft?
Sucht die Katze
auch bei angenehmen Temperaturen kühle Plätze auf?
Erbricht sie sich
oft?
Hat man beim
Streicheln den Eindruck, daß das Herz der Katze
ungewöhnlich schnell schlägt?
Hat sie faulig
riechende Durchfälle?
All diese Symptome
können auf eine Schilddrüsenüberfunktion hinweisen,
können aber auch ganz andere Ursachen haben. Nur die
Untersuchung beim Tierarzt bringt Gewissheit. Diese
Schildrüsenüberfunktionen entstehen meist durch
gutartige Adenome in der Schilddrüse. Der erhöhte
T4 Spiegel (Thyroxinspiegel) verursacht eine erhöhte
Herzfrequenz, eine Herzvergrößerung und eine verstärkte
Durchblutung der Nieren. Sehr oft wird eine gleichzeitig
bestehende Niereninsuffizienz durch eine Überfunktion
verschleiert. Durch die verstärkte Durchblutung und dem
erhöhten Nierendruck werden die Nieren nämlich zu einer
Höchstleistung angetrieben und ihre Überlebenszeit damit
reduziert. Die Funktion der Nieren erscheint vorerst normal! Der
Verlust an funktionsfähigem Nierengewebe wird aber
beschleunigt. Deshalb ist besonders wichtig die
Schilddrüsenüberfunktion in den Griff zu bekommen.
Chirurgische aber auch medikamentelle Behandlungsmöglichkeiten
stehen zur Verfügung. Vor Einstellung der
Schilddrüsenmedikamente sollte aber unbedingt die
Funktionsleistung der Nieren überprüft werden. Ein
Blutdruckabfall verursacht nämlich eine verminderte
Durchblutung der Nieren und kann zur Verschlechterung der
Nierenfunktion führen. Regelmäßige Kontrollen sind
unbedingt erforderlich.
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